de gb
Daniel Baaden
Markus Tomczyk
Fionna Frank
Jemima Milano
Jonas Breitstadt
Laurean Wagner
Alex Baur
Helge Lodder
Lucy Ribeiro
Stefan Mey
Lukas Hansen
Vivien Valentiner
Florian Gärtner
Sonja Hilberger
Jean Denis Rômer
Sabine Bernardi
Maurizio Onano
Anne Roemeth
Fabian Schrader
Johanna Steiner
Jan Krüger
Ulrich Matthes
Rumo Wehrli
Aşkın-Hayat Doğan
Jörn Grosse
Tim-Fabian Hoffmann
Michael Rühl
Stephan Bürgi
Christian Bojidar
Benedict Weskott
Julian Mars
Dominik Djialeu
Eva Medusa Gühne
Oliver Broumis
André Hansen
Barbie Breakout
Jess Schönrock
Yun Huang
Kathy Peters
Marvin Wiechert
Stephan Phin Spielhoff
René Cheng
Kadir Özdemir
Patricia Hempel
Alexander Tschernek
Andreas Klaeui
Michaela Dudley
Andreas Hammer
Mathias Furch
Andrim Emini
Lili Krasteva
Jim Baker
Melina Seiler
Julia Monro
Finn Valentin Nachfolger
Jens Schadendorf
Nicola-Rabea Langrzik
Michèle Lichtenstein
Frank Biehler
Frank Habatsch
Eva Maria Jost
Andrea Schmidt
Michael Gugel
Patrick Hess
Manuel Finke
Noah Anderson
Annie Heger
Jonas Gross
Peter Schulze
Florian Appelius
Dominik Bliefert
Carmen Yasemin Zehentmeier

Glossar 

Hier wächst unser Glossar. Es soll helfen, die richtigen Worte zu finden.

Melden Sie sich gerne hier, wenn Sie Vorschläge für Verbesserungen oder neue Begriffe haben.
Stand des Glossars: Januar 2021.








Ally

Der Begriff Ally kommt aus dem Englischen und bedeutet Verbündete*r (Mehrzahl: Allies). Er wird für Menschen gebraucht, die sich für marginalisierte oder diskriminierte Gruppen und deren Rechte einsetzen, obwohl sie selbst nicht zu den Gruppen zählen. Im Fall der queeren Community spricht man dann zum Beispiel auch von "straight (heterosexuellen) Allies".


Asexualität

Asexualität steht dafür, dass eine Person kein sexuelles Verlangen hat. Das bedeutet nicht, dass jede asexuelle Person Sex oder Intimität kategorisch ausschließt und keine romantischen Gefühle zu Anderen entwickelt. Das ist individuell unterschiedlich.


🚫 Bekennend schwul/lesbisch/etc.

Die Formulierungen "Bekennen" und "Eingestehen" in Zusammenhang mit jemandes Sexualität oder Geschlechtsidentität legen nahe, dass es sich um etwas Geheimes, Schlechtes, Peinliches oder Verwerfliches handelt. Deswegen gilt es diese Formulierungen zu vermeiden.


Bisexualität

Bisexualität ist das sexuelle Begehren einer Person nach mehr als nur einem Geschlecht. Bisexualität schließt dabei nichtbinäre Geschlechter mit ein; eine Definition von Bisexualität ist "die Fähigkeit, Personen sowohl des eigenen als auch anderer Geschlechter zu begehren". Bisexualität stellt damit eine nicht-monosexuelle Orientierung dar. Bisexualität besteht nicht aus 50% Homo- und 50% Heterosexualität, die unabhängig voneinander ausgelebt werden.


Cisgender

Das Adjektiv cisgender, oft auch nur verkürzt "cis", wird benutzt, um auszudrücken, dass sich eine Person mit dem Geschlecht identifiziert, dem die Person bei der Geburt zugewiesen wurde.


Coming-out und Outing

Als Coming-out bezeichnet man es, wenn eine Person aus der queeren Community ihre sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität freiwillig mit anderen teilt und/oder öffentlich macht. Zwei Dinge sind hierbei wichtig. Erstens: Es gibt im Leben queerer Menschen nicht nur ein Coming-out, auch wenn oft danach gefragt wird. Der Coming-out-Prozess dauert ein Leben lang, weil queere Menschen selten im Alltag mitgedacht werden. Zweitens: Coming-out ist nicht gleichzusetzen mit Outing. Beim Outing wird die sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität einer queeren Person ohne deren Einverständnis öffentlich gemacht. Beim Verb "outen" erkennt man am Kontext, ob das Öffentlichmachen selbstbestimmt ist oder nicht ("Person outet sich" vs. "Person wurde geoutet").


🚫 Deadname

Ein Deadname ist der abgelegte, alte Vorname einer trans Person, der meist bei der Geburt gegeben wurde. Deadnames sind für die betreffenden Personen häufig verletzend, weshalb man sie nicht nutzen sollte.


Dragqueen und Dragking

Als Dragqueen bezeichnen sich männliche Personen, die sich i.d.R. als schwul oder bisexuell identifizieren, wenn sie Kleidung, Haarpracht und Make-up anlegen, die nach heteronormativer Lesart für das weibliche Geschlecht vorgesehen sind. Die als typisch weiblich empfundenen äußerlichen wie inneren Eigenschaften werden dabei überzeichnet. Unter einem Drag-Künstlernamen treten sie so bei Veranstaltungen oder CSDs auf. Das weibliche, i.d.R. lesbische Pendant nennt man Dragking. Auch trans Personen treten als Dragqueens wie -kings auf. Die Herkunft der Namen ist dabei nicht hundertprozentig geklärt. Einer Theorie zufolge handelt es sich um ein Akronym ("dressed as a girl" bzw. "dressed as a guy"). Als wahrscheinlicher gilt jedoch die Herleitung über das englische Wort "drag", das soviel wie "schleppen" bedeutet und sich auf die Schleppe an langen Kleidern bezieht.


Ehe für alle

Mit der "Ehe für alle" bzw. "Öffnung der Ehe" werden gleichgeschlechtlichen Partnerschaften die gleichen Rechte und die volle rechtliche Anerkennung durch den Staat gewährt. Bis 2017 war lediglich eine Eingetragene Partnerschaft möglich, die aber vollkommene Gleichstellung gegenüber einer Zivilehe darstellte. Die umgangssprachliche Bezeichnung "Homo-Ehe" wird irreführenderweise auf alle Formen rechtlich anerkannter gleichgeschlechtlicher Partnerschaften verwendet.


Gendersternchen

Das Sonderzeichen wird im Sinne einer geschlechtergerechteren Sprache in der deutschen Schriftsprache gesetzt. Der Stern (oder Sternchen) zeigt an, dass sowohl männliche und weibliche sowie nichtbinäre Geschlechtsidentitäten einbezogen sind: Polizist*innen statt Polizisten und Polizistinnen. Gesprochen wird das Sternchen nicht bzw. es wird durch den stimmlosen Glottallaut (Verschlusslaut) deutlich gemacht. Aussprache-Beispiel: ver-eisen im Gegensatz zu ver-reisen.


"Homo-Heilung" und Konversiontherapie

Behandlung oder Maßnahme, die vorgaukelt, die sexuelle oder geschlechtliche Identität eines Menschen verändern zu können - etwa aus einer lesbischen eine heterosexuelle Frau zu machen. Im kirchlichen, evangelikalen Bereich ("Ex-Gay"-Bewegung) durch Beten, Enthaltsamkeit oder Exorzismus, im "therapeutisch-medizinischen" durch psychotherapeutische Ansätze oder Methoden wie Elektroschocks. Weil weder die sexuelle noch die geschlechtliche Identität eines Menschen veränderbar ist, führen "Therapieansätze" mit eben jenem Ziel bei den Betroffenen oft zu Depressionen oder gar zum Suizid. Aus demselben Grund werden die Begriffe, die die schädlichen Behandlungsmethoden bezeichnen, in Anführungszeichen gesetzt. In Ländern wie Malta (2016) oder Deutschland (2020) steht das Anbieten, Durchführen und Bewerben von Konversiontherapien unter Strafe.


Pansexualität

Pansexuell zu sein bedeutet, Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht bzw. ihrer Geschlechtsidentität zu lieben und zu begehren. Der Begriff Pansexualität leitet sich von der griechischen Vorsilbe pan (umfassend, alles) ab, daher auch die alternative Bezeichnung Omnisexualität.


Regenbogenfamilien

Regenbogenfamilien sind Familien, in denen mindestens ein Elternteil nicht cis und/oder heterosexuell ist. Diese Familienkonstellationen können auf vielfältige Weise entstehen. Die Kinder können aus früheren heterosexuellen Beziehungen stammen oder zur Pflege angenommen sein. Alternativ könnte der Kinderwunsch durch Samenspende ermöglicht worden sein. Auch Mehrelternkonstellationen, in denen sich Menschen zusammenfinden, um einen Kinderwunsch zu verwirklichen, ohne ein Liebespaar zu sein, gehören zu den Regenbogenfamilien.


TERF

Akronym für "Trans Exclusive Radical Feminists", also Menschen, nach deren Auffassung trans Personen weiterhin ihrem falsch zugewiesenem Geschlecht angehören. Sie treten für die aktive Diskriminerung von trans Personen, vor allem trans Frauen ein, indem sie diese als Gefahr für cis(gender) Frauen bezeichnen.


🚫 Transe

Diskriminierende, verletzende Bezeichnung. Nicht verwenden, Reproduktion auch in der Berichterstattung wenn möglich vermeiden, etwa durch "Die Person wurde transfeindlich beleidigt".


transgender

Adjektiv, das Menschen mit Transidentität bezeichnet, oft auch verkürzt "trans". Die korrekte Nutzung ist wichtig: Peter ist ein trans(gender) Mann, Lisa ist eine trans(gender) Frau. Die Komposita "Transmann" und "Transfrau" sind falsch und bergen verletztendes Potential, da sie andeuten, dass diese Personen keine "echten" Männer oder Frauen seien.


Transition

Als Transition wird der Prozess bezeichnet, in dem eine trans(gender) Person soziale, körperliche und/oder juristische Änderungen vornimmt, um die eigene Geschlechtsidentität auszudrücken. Dazu können Hormontherapien und Operationen gehören, aber auch Namens-, Pronomen- und Personenstandsänderungen, ein anderer Kleidungsstil und vieles mehr.


🚫 Zwitter

Veralteter, verletzender Begriff für intersexuelle Menschen.

Leider nichts gefunden!


JETZT
Netwerker*in
werden

Haben Sie Interesse an unserer Arbeit oder unseren Themen oder wollen Sie sich aktiv einbringen?

Nach oben