Panel: „Jenseits von Repräsentation – Zu sichtbar? Nicht sichtbar genug?“ – Filmfest München | 29.06.2026
Viele Filmschaffende aus marginalisierten Gruppen wollen weg von Trauma-only-Erzählungen, Coming-out-Zwang, Tokenismus oder „ein Charakter repräsentiert alle“. Und gerade im queeren Kino stellt sich heute die Frage: Wollen wir noch um bloße Sichtbarkeit kämpfen — oder ist dieser Kampf längst komplexer geworden?
Ein queerer Filmpreis, wie der QMS Award, zeichnet nicht nur Sichtbarkeit aus, sondern immer auch bestimmte Vorstellungen davon, wie diverses Storytelling aussehen soll. Er sagt etwas darüber aus, welche Erzählformen als relevant gelten.
Deshalb diskutiert unser Panel zur QMS Award-Verleihung u.a. die Fragen: Welche Formen diversen Erzählens brauchen wir gerade? Wie beiläufig dürfen queere Figuren und Erzählstränge sein, ohne politisch unsichtbar zu werden? Oder wie politisch müssen wir gerade heute wieder sein?
Moderation: Yony Leyser (he/him) (Filmemacher, Jury-Mitglied)
Panelists:
- Jaume Claret Muxart (he/him) („Strange River“)
- Roy Cohen (he/him) („Far From Maine“)
- Johanna Faltinat (she/her) (Büro für vielfältiges Erzählen)
- Yasmin C. Rams (she/her) (dt. Co-Produzentin) (“The Beauty of Ballroom”)
- Claudia Schröter (she/her) (dt. Co-Produzentin) („Everyone’s Sorry Nowadays“)
ENGLISH:
„Beyond Representation – Too Visible? Not Visible Enough?“
Many filmmakers from marginalized groups seek to move away from narratives focused solely on trauma, the pressure to come out, tokenism, or the notion that „one character represents everyone“. Particularly within queer cinema today, the question arises: Do we still want to fight merely for visibility – or has this struggle long since become more complex?
A queer film award – such as the QMS Award – honors not only visibility but also, invariably, specific conceptions of what diverse storytelling ought to look like. It speaks to which narrative forms are deemed relevant.
For this reason, our panel discussion accompanying the QMS Award ceremony will address, among other topics, the following questions: What forms of diverse storytelling do we currently need? How incidental can queer characters and storylines be without becoming politically invisible? Or, conversely, how political must we be once again – especially today?
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